Theater Chur | Sophie Pacini
Theater Chur
  Musik  

Sophie Pacini

Das Klavierrezital geniesst im Konzertwesen eine Sonderstellung: Mit nur einer Person auf der Bühne wird eine Intimität geschaffen, wie es vielleicht mit keiner anderen Besetzung möglich ist. Kein Wunder also, dass das Repertoire für Soloklavier das reichhaltigste ist, und dass die Tradition des Klavierrezitals sich über die Jahrhunderte stetig weiterentwickelt. Sophie Pacini ist eine Vertreterin eben dieses Wandels, denn in ihren Programmen denkt sie immer einen Schritt weiter. Statt einen ganzen Schubert-Zyklus zu spielen, kreiert sie in der ersten Hälfte mit zwei Klassikern Franz Schuberts einen intimen Rahmen um die beiden Kernwerke: Wolfgang Amadeus Mozarts berühmte d-MollFantasie bereitet mit ihrer Wechselhaftigkeit die unbekannte Souvenance von Cécile Chaminade vor, die ruhig schwebend der Klangsprache Schuberts und Mozarts eine dritte, nostalgische Komponente gibt. In der zweiten Konzerthälfte bricht Pacini langsam und geschickt aus der Intimität in die Virtuosität aus – und wer verbindet diese beiden Eigenschaften besser als Franz Liszt. In den Consolations kommen Andacht und stille Virtuosität zusammen. Eine Kombination, die sich auch in der Ouvertüre zu Tannhäuser wiederfindet.

Franz Schubert (1797–1828) Sonate a-Moll, D 784 (1823) 23′

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) Fantasie d-Moll, KV 397 (1782) 7′

Cécile Chaminade (1857–1944) Souvenance, aus: 6 Romanzen ohne Worte, op. 76 (1893) 2′

Franz Schubert Impromptu As-Dur, D 935 (1827) 7′

Pause 20′

Franz Liszt (1811–1886) Consolations (1849) Nr. 4 14′

Franz Liszt Ouvertüre zu Tannhäuser von Richard Wagner, Konzertparaphrase für Klavier (1849) 15′

Klavier: Sophie Pacini

  • Zu Gast
  • 88 Minuten, inkl. Pause
  • CHF 72.–/ 55.–
    Studierende, Schüler, Lehrlinge und AHV-/IV-Bezüger 50% an der Abendkasse
    Kulturlegi CHF 15.–
  1. Tickets Mi, 31.03.2027
    19.30 Uhr