Tanz Musik
Kala Chakra
Eine Hommage an die verbindende Kraft der Kunst
Mit «Kala Chakra» bringen die schweizerisch-indische Künstler*innenfamilie Keshava Jenny, ihr Basler Tanzensemble Kalasri und eine Gruppe tamilisch-schweizerischer Musiker*innen klassischen indischen Tanz auf die Bühne des Theater Chur. Mythologische Gottheiten aus der indischen Geschichte der Künste und biografische Erzählungen der Tänzer*innen verweben sich zu einem vielfarbigen Mosaik – eine sinnliche Reise durch Zeit, Raum und kulturelle Identitäten beginnt. «Kala Chakra» ist ein Stück Indien auf der Bühne des Theater Chur. Und zwar nicht als fernes Bild, sondern als lebendige Realität der binationalen Familie Keshava Jenny, die Indiens reiches kulturelles Erbe in einen lebendigen Dialog mit der Schweizer Kultur bringt. Wer in den indischen Tanz eintaucht, entdeckt eine universelle Sprache: eine Sprache, die Geschichten voller Ausdruck, Rhythmus und Emotionen erzählt – inspirierend, berührend und Verbindungen schaffend zwischen Tradition und Innovation, zwischen Schule und Leben, zwischen Basel und Mysuru.
Tamilisch-schweizerisches Musikensemble
Gemeinsam mit den Kalasri-Tänzer*innen stehen Musiker*innen aus der Schweiz und Deutschland auf der Bühne; sie begleiten nicht nur die getanzten Geschichten von «Kala Chakra», sondern steuern eine eigenständige musikalische Erzählebene bei. Nirujan Sehasothy ist der Sänger des eigens für «Kala Chakra» zusammengestellten Ensembles und in der tamilischen Diaspora bekannt für seine mitreissenden Konzerte. 2016 erhielt er im grössten tamilischsprachigen Sender Vijay TV den 1. Preis in der Kategorie «Classical Film Singer» in der Show «Super Singer». Rukshan Srirangarajah an den Perkussionsinstrumenten und dem Mridangam gründete 2005 die Musikschule Durga Thala Layalayam. Was mit 20 Schüler*innen in Luzern und Langenthal begann, ist heute eine Miruthangam-Schule mit mehr als 100 Schüler*innen und sieben Lehrer*innen, die in der ganzen Schweiz unterrichten. Vaisnavi Kavikanth spielt in verschiedenen Tanzproduktionen und künstlerischen Darbietungen auf Bühnen und Tanzsälen der ganzen Schweiz die traditionelle südindische Langhalslaute Veena sowie Geige.
Tanzschule Kalasri
Seit fünf Jahrzehnten bereichert die schweizerisch-indische Familie Keshava Jenny die kulturelle Landschaft der Schweiz mit dem indischem Tempeltanz Bharatanatyam. Anjali und Sumitra Keshava führen in der vor 50 Jahren gegründeten Tanzschule Kalasri das Erbe ihrer Eltern, Esther Jenny und Vidwan D. Keshava, mit grossem Engagement weiter. Als Tänzerinnen und Lehrerinnen setzen sie sich dafür ein, indische Kunst, Kultur und Vielfalt zugänglich zu machen, und spielen gleichzeitig eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der genreübergreifenden Tanzszene in der Schweiz. Im Jahr 2024 wurden Anjali und Sumitra Keshava für ihre Arbeit mit dem Baselländer Kulturpreis in der Kategorie Tanz ausgezeichnet.
«Kala Chakra» ist Teil des Eröffnungsreigens der Saison 26/27. Infos zum Kontextprogramm folgen.
Tanz: Arushi Choudhury, Karin Erbacher, Jasmin Fröhlicher, Neha Hari, Vidwan D. Keshava, Anjali und Sumitra Keshava
Inszenierung, Choreografie und Text: Vidwan D., Anjali und Sumitra Keshava, Esther Jenny
Ko-Regie: Beatrice Fleischlin
Musik: D. Keshava, Nirujan Sehasothy, Rukshan Srirangarajah, Vaisnavi Kavikanth
Kostüme: B.N. Umakanth
Videodesign: Joel Sames
Produktionsleitung: Christophe Schneider & Anjali Keshava
Weitere Infos
- 120 Minuten, mit Pause
- ab 6 Jahren
- Sprache: Deutsch, Mundart, Sanskrit, Kannada
- CHF 35.– / *15.–