Theater
4/5 oder von der Kunst, keine Fahrstuhlmusik zu werden
Vier ältere Menschen und fünf Stühle
Vier berühmte Schauspieler*innen der Schweizer Theaterszene – Nikola Weisse, Jaap Achterberg, Suly Röthlisberger und Pierre Siegenthaler – stehen in «4/5 oder von der Kunst, keine Fahrstuhlmusik zu werden» zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Sie alle vier setzen sich, ein Stuhl bleibt leer, denn jemand fehlt. Jeder Stuhl ist ein Raum für sich und gleichzeitig Teil eines Beziehungsgeflechts dieser vier – ehemals fünf – älteren Menschen, die auf humorvolle und kuriose Weise beginnen, ihre Gegenwart zu erzählen. Sitzen sie ihre Zeit vor einem Wohnhaus oder einem Altersheim ab? Treffen sie sich an einer Tankstelle oder in einem Café, in einer abgehalfterten Bar? Das spielt alles keine Rolle. Was jedoch klar ist: Sie kennen sich schon sehr, sehr lange.
314 Lebensjahre Spielfreude und Fahrstuhlmusik
Mit einer grossen Portion Selbstironie und Komik nehmen Nikola Weisse, Jaap Achterberg, Suly Röthlisberger und Pierre Siegenthaler sich selbst und eine Gesellschaft unter die Lupe, die alten Menschen die Bedeutsamkeit von Fahrstuhlmusik zuschreibt und lieber sogar ganz überhört. Sie trotzen dem Altern und arbeiten sich an ihren Fragen, Hoffnungen und Problemen ab. Sie erinnern sich, sie schmieden Pläne und vielleicht werden am Ende mehr Stühle frei sein als zu Beginn. Was erwartet uns Menschen im Alter und was erwarten wir vom Alter? Wie unterschiedlich gehen Menschen mit ihren wachsenden Lebensjahren um? Das sind Fragen, die viele beschäftigten. Gleichzeitig geht es um körperliche Veränderungen, Verluste und die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit. Willkommen zu einem generationenübergreifenden Stück Alltagsgeschichte voller Spiellust und Humor.
Eingeladen zum Schweizer Theatertreffen 2026 und zu den Autor*innen-Theatertagen Berlin 2026
Spiel: Jaap Achterberg, Suly Röthlisberger, Pierre Siegenthaler, Nikola Weisse
Inszenierung: Sophie Stierle
Text: Hannah Zufall
Dramaturgie: Patric Gehrig
Ausstattung: Saskya Germann
Licht & Technik: Martin Wigger
Sounddesign:: Remo Seeland
Produktionsmitarbeit: Daniel Tscherrig
Produktionsleitung: Das Theaterkolleg Luzern
- 80 Minuten, ohne Pause
- Sprache: Deutsch
- CHF 35.– / *15.–