Theater Chur | ILVA FOOTBALL CLUB
Theater Chur
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ILVA FOOTBALL CLUB

  • 85 Minuten, keine Pause
  • Sprache: Italienisch
    Übertitel: Deutsch
  • CHF 35.– / *15.–
  • Eine Zusammenarbeit mit Pgi Coira (Pro Grigioni Italiano) / Mit freundlicher Unterstützung der Oertli-Stiftung

  1. Tickets Mi, 11.02.2026
    19.30 Uhr
    «Parlando» um 19.00 Uhr in der Theaterbar
    mit Petra Fischer (ThC)
  2. Tickets Do, 12.02.2026
    19.30 Uhr
    «Parlando» um 19.00 Uhr in der Theaterbar
    mit Giulia Gasser (Pgi) und Petra Fischer (ThC)

«Es war einmal ein Fussballplatz mitten im Viertel, einer dieser Vorstadtplätze, mit Toren aus Baurohren und Netzen, die den Fischern gestohlen wurden. Auf denen alle oder fast alle davon träumten, Fussballer zu werden. (…) Dies ist die Geschichte eines unglaublichen Ritts, eines unmöglichen Tores in letzter Minute und des Traums namens Ilva football club.»

In der Inszenierung «Ilva Football Club» verwebt sich die Geschichte des grössten Stahlwerks Europas mit der Legende einer kleinen Mannschaft, die direkt unter den Schornsteinen von Ilva gegründet wurde, um die Geschichte einer Stadt, die planmässig geopfert wurde, zu erzählen. Eine Stadt, die heute Tarent ist, morgen aber auch eine andere Stadt sein könnte, um zu zeigen, dass das, was dort geschieht, alle viel mehr betrifft, als es vorstellbar ist.

«Ilva Football Club» ist das Ergebnis einer detaillierten Recherchearbeit der Compagnie «Usine Baug». Alle Texte stammen aus historischen Archiven, Dokumentationen und Interviews, die in Tarent geführt wurden. Das Ensemble hatte das Glück, aktiv vor Ort arbeiten zu können, danke der Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, aber auch dank der Mitwirkung von Pietro Pingitore als Dokumentarfilmer und visueller Anthropologe. «Ilva Football Club» nutzt die Fussballerzählung (die auch für Nicht-Fussballfans interessant ist), um das Leben und die Geschichte der Stadt Tarent zu erzählen, die eng mit der Geschichte des ehemaligen Ilva verbunden ist: dem grössten und umweltschädlichsten Stahlwerk Europas. Mit Leichtigkeit und Ironie analysiert die Inszenierung die über 60-jährige Geschichte des Stahlzentrums und zeigt, wie sich das Versprechen von Fortschritt und Wohlstand langsam in Desillusionierung, Wut, Gefangenschaft und Erpressung verwandelt hat. Das Drama verdichtet sich zu einem Dilemma: Gesundheit oder Arbeit.

Realer Hintergrund: Im Jahr 2022 wird Tarent in einem Bericht der Vereinten Nationen offiziell als Opferzone aufgeführt. Opferzonen sind Gebiete, die im Namen des Fortschritts «die schlimmste vorstellbare Vernachlässigung der Verpflichtung eines Staates darstellen: das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt zu achten, zu schützen und zu verwirklichen». Vor allem junge Menschen sind anfällig für die negativen Auswirkungen der Umweltverschmutzung und giftiger Substanzen, die mehr als 1 Million vorzeitige Todesfälle bei Kindern unter 5 Jahren verursachen. Hier setzt die Forschung des Regiekollektivs Usine Baug & Fratelli Maniglio an.

In «Ilva football club» la storia della più grande acciaieria d'Europa s'intreccia alla leggenda di una piccola squadra nata proprio sotto le ciminiere dell'Ilva.

Filmvorführung in der Postremise, Reihe KLUGE KÖPFE
Am Di 03.02.26 um 19.00 Uhr zeigt die Postremise, im Rahmen einer thematischer Zusammenarbeit, den Film «Palazzina LAF» (Italien 2023) von Michele Riondino, in italienischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Der gesellschaftspolitische Film erzählt die Geschichte aufsässiger Arbeiter*innen im Stahlwerk ILVA in der Stadt Tarent (Apulien), die in einem Fabrikgebäude separiert und mundtot gemacht wurden. Anschliessend Gespräch mit SRF-Italienkorrespondent Franco Battel über aktuelle illegale Arbeitsbedingungen.

Parlando Extra
Tavola rotonda al bar del teatro di Coira
In collaborazione con la Pgi Coira si terrà martedì 10.02.26 alle ore 19.30, al bar del teatro di Coira, una tavola rotonda con Paolo Bertossa (ex-corrispondente RSI a Roma), Sara Rossi Guidicelli (giornalista e scrittrice), Giovanni Columbano (ex operaio Monteforno), Fabio e Luca Maniglio (compagnia Usine Baug). Un confronto e una discussione sull’impatto politico, sociale ed ecologico di due realtà industriali: la Monteforno in Ticino, inaugurata nel 1946 e chiusa nel 1994, e l’ILVA a Taranto, una delle più grandi acciaierie d’Europa, al centro anche dello spettacolo omonimo. In lingua italiana.

Parlando Begegnung
«Apericena» tavolata in der Theaterbar
Am Do 12.02.26 findet in der Theaterbar nach der Vorstellung um 21.15 Uhr eine «Apericena» tavolata mit italienischen Köstlichkeiten vom Verein «Tempo Libero Club» statt, organisiert und offeriert von der Pgi Coira. Künstler*innen sind anwesend. Anmeldungen sind erwünscht unter kasse@theaterchur.ch oder coira@pgi.ch

Spiel: Fabio Maniglio, Luca Maniglio, Ermanno Pingitore, Stefano Rocco, Claudia Russo

Regie & Dramaturgie: Usine Baug, Fabio Maniglio, Luca Maniglio

Licht und Technik: Emanuele Cavalcanti

Produktion: Campo Teatrale

in Mediathek:
ILVA FOOTBALL CLUB

  • 85 Minuten, keine Pause
  • Sprache: Italienisch
    Übertitel: Deutsch
  • CHF 35.– / *15.–
  • Eine Zusammenarbeit mit Pgi Coira (Pro Grigioni Italiano) / Mit freundlicher Unterstützung der Oertli-Stiftung

  1. Tickets Mi, 11.02.2026
    19.30 Uhr
    «Parlando» um 19.00 Uhr in der Theaterbar
    mit Petra Fischer (ThC)
  2. Tickets Do, 12.02.2026
    19.30 Uhr
    «Parlando» um 19.00 Uhr in der Theaterbar
    mit Giulia Gasser (Pgi) und Petra Fischer (ThC)