• UNSERE MUSIKALISCHEN PRINZIPIEN
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UNSERE MUSIKALISCHEN PRINZIPIEN – «Wir haben gestimmt. Wir stimmen. Und wenn wir stimmen, dann stimmt das.» Andreas Liebmann dekliniert in UNSERE MUSIKALISCHEN PRINZIPIEN das politische System der Schweiz als Konzert durch: Die direkte Demokratie als braves Schulorchester? Ihre Instrumente kratzen längst tödliche Melodien. Die Internationale des Nationalismus wummert ihren Generalbass links und rechts durch alle Gehörgänge, komponiert aus kultureller Überlegenheit, ressentimentgeladenem Dreck und der Illusion des richtigen Tons. Wenn es eine Lehre aus der gegenwärtigen Katzenmusik gibt, dann die, dass jede Tonfolge, endlos wiederholt, sich selbst irgendwann auslöscht. Wer stimmt, bestimmt die Stimmung, und was stimmt, bestimmen wir. Mit zwei Performerinnen, einem Soundkünstler und drei musizierenden Gästen schafft Andreas Liebmann in UNSERE MUSIKALISCHEN PRINZIPIEN ein Wortgewitter der gegenwärtigen Stimmungslagen.

Der in Berlin und Dänemark lebende Zürcher Autor und Regisseur nutzt in seinen Arbeiten den Theaterraum als Spiegelkabinett politischer Auseinandersetzungen. «Exodus», ein Bänkelgesang über die neuen Europäer, tourt seit 2015 im In- und Ausland und in der «Klubschule Import» (Rote Fabrik, 2016) konnten Schweizerinnen und Schweizer bei Neuangekommenen die Schulbank drücken (Wiederaufnahme seit Oktober 2017 als «Abendschule Import»).