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TELL – Apfelschuss, Hohle Gasse, Rütlischwur – entlang der bekannten Motive erzählen Ilja Komarov, Corsin Gaudenz und Trixa Arnold die Geschichte Wilhelm Tells auf eine verblüffend neue Weise. Mit gerade mal vier Helden beziehungsweise Heldinnen kommt ihre Fassung aus. Wie in Schillers Tell Drama ringen die Akteure zwar auch in dieser Version um Freiheit und Vaterland – jedoch nicht in gesprochener Sprache, sondern durchwegs singend. Wacker wird gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung angesungen. Das Quartett rekonstruiert heroische Posen und übt sich im Rächen, Lieben, Töten und Sterben. So entsteht vor dem Hintergrund der bekannten Bilder mit TELL eine ebenso prototypische wie musikalische Erzählung über Gewalt, Heldentum und Befreiung. Durch die konsequente Reduktion wird der Stoff enthistorisiert. Nicht ganz zu unrecht, wie man ahnt. Denn der Apfelschuss ist ursprünglich mitnichten Tells Werk. Das berühmte Motiv taucht erstmals um das Jahr 1200 in einer dänischen Legende auf. Erst knapp 300 Jahre später importiert der Engelberger Landschreiber Hans Schriber den Tell-Schuss in die Innerschweizer Bergwelt, wo er 1470 Eingang ins Weisse Buch von Sarnen findet. So ungleich die Helden in TELL sind, so unterschiedlich sind auch die Macher dieses Singspiels: Ilja Komarov kommt aus dem estnischen Tallin. Nach einem Musik- und Kompositionsstudium zog er als Bassist und Sänger diverser Rockbands herum, bevor er sich in Zürich niederliess. Der 1980 im Kanton Schaffhausen geborene Corsin Gaudenz studierte in Zürich und Berlin. Er realisierte zahlreiche Projekte in den Bereichen Theater, Tanz und Oper als Regisseur, Choreograf und Dramaturg. Im Rahmen dieser Tätigkeiten begegnete er Trixa Arnold. Die Luzerner Musikerin, Dramaturgin und Regisseurin wirkt seit Jahren erfolgreich in den Bereichen Theater, Tanz, Performance und Film.