• WHEN I DIE
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WHEN I DIE – Die Geschichte klingt unglaublich: Da behauptete die britische Hausfrau Rosemary Brown in den 1960er-Jahren, sie erhalte regelmässig Besuch aus dem Jenseits. Vor allem verstorbene Komponisten würden sich in ihrer Wohnstube im Londoner Vorort Balham die Klinke in die Hand geben. Frédéric Chopin sei «sehr fröhlich»; Johann Sebastian Bach wirke «sehr ernst», und wie Ludwig van Beethoven spreche er «sehr wenig», erzählte die rüstige Witwe einem Reporter des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel dazumal. Einer der häufigsten Gäste sei aber Franz Liszt. Noch weit unglaublicher: Als Rosemary Brown – die zeitlebens nie besonderes musikalisches Talent gezeigt hatte – 2001 selber das Zeitliche segnete, hinterliess sie über 400 Kompositionen: Walzer, Etüden und Sonaten, die ihr die verblichenen Komponisten diktiert haben sollen. Browns Partituren dienen dem jungen Zürcher Theatermacher Thom Luz als Ausgangsmaterial für eine musikalische Soirée für drei Instrumentalisten, eine Schauspielerin und einen Schauspieler. Mit von der Partie: Suly Röthlisberger in der Rolle des rührend-schrulligen Mediums. Ein «Abend mit grossem Zauber» (Süddeutsche Zeitung).