• DIE SONNE VERLÄSST JETZT DIE WOHNUNG
DIE SONNE VERLÄSST JETZT DIE WOHNUNG – Die Fragilität der Koordinatensysteme für unsere Weltwahrnehmung, die Verletzlichkeit, die dadurch entsteht, davon erzählen die Märchengrotesken des britischen Autors Tim Etchells. Drei seiner Erzählungen aus «Endland» bilden die Grundlage für Hedwig Hubers Hör-Schau-Raum. Etchells Geschichten erzählen von Menschen, die sich um ihre Fallhöhe keine Sorgen mehr machen müssen. Mit einer beneidenswerten Leichtigkeit wechseln Orte, Zeiten, vermischt sich Hightech mit Archaischem. Die Performerin Lara Körte ist Existenz im Transitmodus, ihre erzählende Stimme wird Teil einer Partitur. Zur Gesamtpartitur von Raum und Stimme gehört die Komposition von Martin Schütz für eine Vielzahl von Lautsprechern, der Raum von Dominic Huber wird durch Licht strukturiert. Es entsteht ein Bezugssystem von Sprache, Körper, Musik und Raum, das sich veräussert im Aufmerksamkeitsraum des Publikums.

«Schwierig, auch nur die Struktur zu erfassen, schwierig, das Ganze zu begreifen. Gerade wenn das Elend am dicksten war, löste es sich völlig grundlos wieder auf», heisst es in der Erzählung «Grundsätzlich ohne zu lächeln».