• FALSCHE WELT, DIR TRAU ICH NICHT!
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FALSCHE WELT, DIR TRAU ICH NICHT! – Mit seinen Inszenierungen der grossen Werke der Opernliteratur hat er international Regiegeschichte geschrieben. Seit vielen Jahren schon interessiert sich der Regisseur Peter Konwitschny aber auch für die szenische Realisierung eines viel intimeren Formats, der ‹Minidramen› der Kirchenkantaten Johann Sebastian Bachs. Bereits zum dritten Mal arbeitet Peter Konwitschny zusammen mit dem Theater Chur und inszeniert nach ‹Pierrot hat genug› und ‹O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit.› einen neuen Abend mit drei berühmten Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach:

Konwitschny vereint die titelgebende Kantate BWV 52 FALSCHE WELT, DIR TRAU ICH NICHT! mit BWV 199 ‹Mein Herze schwimmt in Blut› und BWV 26 ‹Ach wie flüchtig, ach wie nichtig› zu einem Bilderbogen menschlicher Schicksale in unterschiedlichen Lebensstadien. Wir folgen der Biografie einer Frau zwischen Lebensfreude, Aufbruch, Enttäuschung und Vereinsamung. In der dritten Kantate begegnen wir der Frau wieder – in einem Altersheim, in dem von der produktiven Gesellschaft abgeschobene betagte Menschen ihre erloschene ‹Lebensfreude in Traurigkeit› (BWV 26) und Vergessen verschliessen.

Konwitschny nimmt Bachs eindrückliche Kirchenmusik und ihre Texte aus dem Kontext des barocken Glaubens und überträgt ihre faszinierende dramatische Kraft in unsere Lebensrealität. Darin enttarnt er die doppelbödige Moral und überträgt den sozialen Auftrag und die Empathie des barocken Glaubens in die Dynamik demokratischer Gesellschaften zwischen Eigenverantwortung und kollektiver Demenz.

Diesmal sind das renommierte norwegische ‹Bergen International Festival› und das deutsche Theater Trier Partner der Produktion. FALSCHE WELT, DIR TRAU ICH NICHT! wird Ende Mai 2016 in Bergen, anschliessend in Chur und Trier aufgeführt.