• MAMMA HELVETIA
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MAMMA HELVETIA – MAMMA HELVETIA ist der gegenwärtige Diskussionsraum Schweiz im O-Ton. Am helvetischen Familientisch, wo doch Einvernehmen und Savoirvivre herrschen sollten, kracht es zünftig. Zwischen alten Frontverläufen tun sich neue Gräben auf. Mutter verliert die Übersicht, wer zu wem hält, wer wen bekämpft und welche Verwandten ins Abseits geraten. Bei einem Rapport soll das Tafelsilber bilanziert, Klartext geredet und ein überfälliges Zukunftsdispositiv errichtet werden. Das Theaterteam hat sich ein Jahr lang forschend und lauschend durch alle Landesteile und Problemfelder bewegt, vom UNESCO-Brauch im Alpenidyll bis in den Urbanisierungs-
wahnsinn der Peripherie – immer auf der Suche nach dem Verhältnis von Alt- und NeuschweizerInnen zu ihrem Land, nach Lieblingsvorstellungen und Alltagsmythen. Aus dem überbordenden Zitatenschatz des Gesagten und Gemeinten zum Zustand der Nation entsteht das verdichtete, wortgetreue Abbild. Die Schauspielerinnen machen sich nüchterne Positionspapiere und flammende Aufrufe zu eigen, verkörpern Allianzen und Verschwörungen und lassen die konträren Überzeugungen aufeinander prallen. MAMMA HELVETIA nutzt alle vier Landessprachen und scheut auf ihrer Tour durch die Schweiz weder Regionalismen noch Dialektexzesse. Auf der Suche nach dem gesamt-
helvetischen Nenner werden gefährdete Bräuche wieder-
belebt; Buss-Prozessionen, ‹ranz des vaches› und Jungschwingerfeste gesellen sich zu neuen Moden, die die Pendlerdichte erzeugt hat. Den schnellen Takt liefert zeitgemäss aufgerüstete Volksmusik.
MAMMA HELVETIA – ein Familienrapport voller Schärfe, Kampfeslust und Tempo – das Gedanken- und Gefühls-
inventar der aktuellen Schweiz. Der in Chur geborene Georg Scharegg lebt seit 1993 als Schauspieler, Regisseur und Theaterproduzent in Berlin und gründete dort 2003 den inzwischen überregional bekannten Theaterdiscounter, den er bis heute leitet. In Chur hat er zuletzt an der Klibühni ‹Business Class› von Martin Suter (2009) und ‹Montauk› von Max Frisch (2010) inszeniert und war mit ‹Spielplan Schweiz› sowie ‹Convivenza I-II› bereits mehrmals Gast am Langen Samstag. Am Theater Chur hat er 2013 mit ‹Die Fremdenindustrie› einen grossen Erfolg inszeniert.