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SUMMARY:Theater Chur: Geld ist Klasse
LOCATION:Theater Chur\, Theaterplatz\, 7000 Chur 
DESCRIPTION:Überreichtum und Demokratie  
Überreichtum zerstört soziale Gerechtigkeit. Er vernichtet alle menschlichen Lebensgrundlagen. Überreichtum ist hoch konzentrierte, unkontrollierte Macht. Und er wächst weltweit rasant. Armut, Ausbeutung und soziale Diskriminierung zu beklagen, reicht nicht mehr aus. Der Theatermacher Volker Lösch, die Millionenerbin Marlene Engelhorn und die Schauspielerin Marlene Reiter gehen das Thema Ungleichheit aus einer ungewohnten Perspektive an: Gemeinsam performen sie eine theatrale Attacke auf den Überreichtum. 
Das schweisstreibende Stück, in dem auch verschärftes Schnellsprechen und die Performance von Zahlenreihen in Höchstgeschwindigkeit erlebt werden können, zeigt, wie Geld und (Un-)Gerechtigkeit zusammenhängen und wie sich Überreichtum nach aussen hin tarnt und gegen Kritik immunisiert. Im Spiel verbinden Lösch, Engelhorn und Reiter dokumentarisches Material, persönliche Geschichten und groteske Spielszenen zu einem hybriden Ganzen, das vor allem eins machen soll: Lust auf Veränderung.
Mit Marlene Engelhorn spricht erstmals eine Überreiche auf der Theaterbühne selbstkritisch über Reichtum. Durch diese Einblicke in die abgeschottete Welt der Supervermögenden macht die Inszenierung «Geld ist Klasse» den Erkenntnisprozess plastisch. Es zeigt sich: Veränderung kann nur gemeinsam bewirkt werden – Arme, Reiche, die Öffentlichkeit und die Politik müssen gleichermassen aktiv werden.  
Who is Who   
Marlene Engelhorn studierte Germanistik an der Universität Wien und hat u. a. im Bereich der Nachhilfe und der Sprachtrainings gearbeitet. Als sie von ihrer hohen Millionenerbschaft erfuhr, begann sie, sich mit den Ideen der Guerrilla Foundation auseinanderzusetzen; sie ist heute Teil des Funders’ Circle. Sie ist Mitgründerin der Initiative «taxmenow» und tritt gemeinsam mit anderen Vermögenden vehement für eine Vermögens- und Erbschaftssteuer sowie für progressive Kapitalertragsbesteuerung ein. Neben vielen Auftritten und Tätigkeiten im Radio und Fernsehen veröffentlichte sie 2022 ihr Buch «Geld».
Volker Lösch gehört zu den profiliertesten Regisseuren des Gegenwartstheaters. Zu seinen bisher über 100 Schauspiel- und Opern-Inszenierungen gehören Arbeiten für Häuser wie das Staatsschauspiel Dresden, Schauspiel Essen, Staatstheater Stuttgart, Hamburger Schauspielhaus, Theater Bonn, Schaubühne Berlin, Düsseldorfer Schauspielhaus oder das Volkstheater Wien. In seinen Inszenierungen setzt sich Volker Lösch mit aktuellen politischen Themen und gesellschaftlichen Missständen mit konkretem lokalem Bezug auseinander. Dafür bezieht er häufig Vertreter*innen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen in die Aufführungen ein. Mit den Inszenierungen «Marat/Sade» nach Peter Weiss am Schauspielhaus Hamburg 2009 und «Tartuffe oder Kapital und Ideologie» nach Molière/Piketty in Dresden 2022 wurde Volker Lösch zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2013 erhielt er den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen. 
Seine letzten Arbeiten waren u.a. Brechts «Dreigroschenoper» im Reichsbürger- und AfD-Milieu am Staatsschauspiel Dresden, das Stück «216 Millionen» über Klimaflucht am Schauspielhaus Bonn, «Käsch und Naziss» am Saarländischen Staatstheater - über die Selbstabschaffung der Demokratie und ihre Verteidigung, und «Candide oder der Optimismus» am Staatsschauspiel Dresden über den Umgang mit Krisen und Katastrophen und Webers «Freischütz gegen Rechts» an der Oper Bonn.
«Geld ist Klasse» ist Teil des Eröffnungsreigens der Saison 26/27.

URL:https://www.theaterchur.ch/programm/geld-ist-klasse
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