Uraufführung Dauer 1:10 Std In der Café-Bar CHF 20.-/12.-
Felix Profos, geboren 1969, studierte Klavier in Winterthur bei Hans-Jürg Strub und Komposition bei Roland Moser in Basel und bei Vladimir Tarnopolski in Moskau. Seine Kompositionen für Orchester, Ensembles, Solisten, Elektronik und Video finden international Beachtung. 1999 wurde er mit dem Kompositionspreis des International Young Composer`s Meeting, Apeldoorn/Holland ausgezeichnet, 2003 wurde ihm ein Stipendium der New Yorker Civitella Ranieri Foundation zugesprochen. Er komponierte Auftragswerke für bekannte Ensembles wie mae, Steamboat Switzerland Extended Ensemble, Barton Workshop, De Ereprijs, das Klavier-Duo Kordzaia-Blum, das Musikkollegium Winterthur, das Kammerorchester Basel und eben die Hardcore-Noise-Band Azeotrop. Felix Profos unterrichtet seit 2002 Komposition und Musiktheorie und Hörtraining an der Zürcher Hochschule der Künste.
«Felix Profos ist ein behender Klangbastler, nicht im Sinne eines einfach gezimmerten Bricoleurs, sondern jemand, der sein Kompositionshandwerk hervorragend versteht und herkömmlichen Klangfundstücken stets neue Aspekte des Hinhörens abgewinnt», schrieb der «Landbote» 2008 in einem Porträt, anlässlich des Erscheinen einer CD mit Kompositionen des Künstlers: Der Winterthurer gehöre einer jungen Komponistengeneration an, die wie selbstverständlich und souverän den Umgang mit der «sakrosankten» Avantgarde-Musik und der «unheiligen» Pop-/Rockmusik pflege, ohne dabei Dünnwässrig-Banales zu schaffen. Davon kann man sich nun auch im Theater Chur überzeugen: Die Auftragskomposition «Box» besteht aus sechs Teilen mit Titeln wie «Horn», «Bann», «Marsch», oder «Loch» und umkreist Themen wie die unbändige Energie physischer Präsenz, den vorwärts drängenden Stillstand, die scheinbaren Wiederholungen eines Rituals, das unermüdliche Insistieren von prallem Leben. «Bock» ist ein Werk, dass mit hoher Energie immerzu vorwärts drängt, dass schnell ist und in seinen scheinbar einfachen, bohrenden Rhythmen zu drehen, zu rotieren beginnt und eine eindrückliche Präsenz ausübt. «Bock» ist ein komponiertes Ritual, der Titel also in gewisser Weise geradezu Programm.
Zwischen den sechs Teilen der Komposition improvisieren Peter Conradin Zumthor und Dominique Blum. Die strenge Form der Komposition wird so in die freiere Musikform der Improvisation eingebettet. Die Wechsel geschehen ohne Unterbruch und überraschen so den Zuhörer.
Zwischen den sechs Teilen der Komposition improvisieren Peter Conradin Zumthor und Dominique Blum. Die strenge Form der Komposition wird so in die freiere Musikform der Improvisation eingebettet. Die Wechsel geschehen ohne Unterbruch und überraschen so den Zuhörer.
Komposition Felix Profos • Mit Peter Conradin Zumthor (Schlagzeug) und Dominik Blum ((Pedal-Hammondorgel) • Technik Willy Strehler












