Theater Chur


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Theater Chur
Zeughausstrasse 6
CH-7000 Chur


Billetkasse: +41 (0)81 252 66 44
Mo-Fr 17 bis 19 Uhr

Achim Lenz, geboren 1978 und aufgewachsen in Chur, studierte an der Universität Basel Griechisch, Latein und Alte Geschichte. 2005 begann er sein Studium der Schauspielregie an der Folkwang Hochschule in Essen.
Hier inszenierte er unter anderem «Sappho – es sinkt nun die Sonne» (2006), «Bier für Frauen» von Felicia Zeller (2006), «tötet die liebenden» von Xavier Durringer (2007) und «Alkestis» nach Euripides (2008). Seine Produktion «T-A-N-N-Ö-D», welche als Ensemblearbeit im Rahmen des Treffens aller deutschsprachigen Schauspielschulen entstand, wurde 2008 mit dem Max-Reinhardt-Preis des österreichischen Bundesministeriums ausgezeichnet. Achim Lenz ist Förderpreisträger des Kantons Graubündens, des Eliette-von-Karajan-Kulturfonds und der Armin-Ziegler-Stiftung für Regie und Schauspiel.
   Wenn ein Mord geschehen ist und die Medien über das Umfeld der Beteiligten und den Tathergang berichten, gilt unser erstes Interesse in der Regel dem Täter. Wer ist diese Person, die so etwas Abscheuliches getan hat? Was für ein Gesicht hat das Böse? Ein Mord eröffnet auch Max Frischs Moritat «Graf Öderland». Ein Mord, den niemand begreifen kann. Eine Verbindung zwischen Täter und Opfer hat nicht bestanden. Der Mörder spielt am Hebel des Schicksals und erschafft sich auf diese Weise sein eigenes Leben neu. Die Menschen verstehen diesen Mörder nicht, sie suchen nach dem «bürgerlichen Motiv». Doch es existiert keines.

Zu seiner geplanten Inszenierung schreibt der in Chur geborene und im Ruhrgebiet wohnhafte Regisseur Achim Lenz: «Es soll ein länderübergreifender Versuch sein. Die Schweiz und Deutschland als Prototypen einer materialistischen Individualgesellschaft. Wir zeigen in der Nachfolge von «Falling Down» und «Natural Born Killers» den Schrecken des Amok und seine Verehrung. Endlich greift jemand wie in Brechts «Arturo Ui» durch. In der Krise helfen nur die Leute, die stark sind und ihre Macht ohne Umschweife ausüben. Das Projekt ist dem grossen Autor Frisch verpflichtet. Es ist wieder Zeit ihn zu spielen.»
Nach «Graf Öderland» von Max Frisch   Textfassung, Regie & Produktionsleitung Achim Lenz   Mit Daniel Flieger, Julia Glasewald, Roman Roth, Hanna Schwab und Felix Strüven   Ausstattung Verena Mohrig   Regieassistenz Nina Christine Brand   Koproduktion Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr und Theater Chur
Publikumsgespräch nach der Vorstellung von FR 26. Februar

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