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STÜNDCHEN – Was hindert uns angesichts des Todes daran zu gehen? Bis zu welchem Punkt können Beziehungen, Unerledigtes und Unausgesprochenes vor dem Tod noch geklärt werden? Diese Fragen behandelt STÜNDCHEN der Bündner Autorin und Journalistin Ursina Trautmann. Eine alte, leicht demente Frau (Ursina Hartmann) liegt im Sterben in einem Heim. Ihre Tochter (Felicitas Heyerick) möchte Abschied nehmen und rechnet damit, die letzte Stunde mit ihrer Mutter zu verbringen – und die erste und einzige nach 20 Jahren Funkstille. In diesem Stündchen kommt es unweigerlich zur harten Konfrontation zwischen den beiden Frauen, zwischen ihren Lebenslügen und Lebensträumen: Mutter und Tochter bringen alles aufs Tapet, was sie trennt und verbindet. Der Pfleger (Sajad Shirali), der eigentliche Begleiter der bösartigen, erstaunlich vifen Sterbenden versucht zu vermitteln, um den Abschied zu ermöglichen. Dieser kann aber nur gelingen, wenn es zu einer Versöhnung kommt, doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Das dritte Stück von Ursina Trautmann, eine berührende, komische Geschichte, wird von ihr selber inszeniert. Bereits bei ihrem letzten Projekt «Der Bien» (2016) hat sie mit dem syrischen Oud-Spieler und Jazzkomponisten Bahur Ghazi zusammengearbeitet. Bei STÜNDCHEN komponiert er Songs für das dreiköpfige Ensemble und wird den Abend mit dem Perkussionisten Dario Sisera begleiten. Eine schwarze Komödie mit Chor und Musik über den Schmerz und die Freude des Loslassens.