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KAMMERPHILHARMONIE GRAUBÜNDEN
Kammerphilharmonie Graubünden / Konzertreihen
NEUJAHRSKONZERT
Manchmal ist das Recycling-Produkt interessanter als das Original: Als der Prinz von Monaco bei Gabriel Fauré historisierende Musik für eine theatralische Adelsunterhaltung bestellte, kramte der fast 75-jährige Komponist erst einmal in der Schublade, und was er da Passendes fand, kleidete er in Orchesterfarben – zum Wohlgefallen des Prinzen und, in der Suitenform, des Konzertpublikums.

Auch Faurés jüngerer Kollege Maurice Ravel bezog sich in «Le tombeau de ­Couperin» auf die glanzvolle Barockzeit – doch das «tombeau», das Grabmal, galt nicht dem überragenden Clavecinisten Ludwigs XIV., sondern im Ersten Weltkrieg gefallenen Freunden Ravels.

Zwischen den rückwärtsgewandten Orchesterstücken steht in diesem Galakonzert einmal mehr der unsterbliche Mozart: Sein drittes Violinkonzert – für den eigenen Gebrauch geschrieben – gehört zu den «Schlagern» des Repertoires. Was soll man dazu sagen? Zu Recht!

Andreas Janke, Konzertmeister des Tonhalle-Orchesters Zürich und seinerzeit Preisträger des Concours Musical Reine Elisabeth, wird in die Fussstapfen des Geigers Wolfgang Amadeus Mozart treten.

Mit seiner strahlenden D-Dur-Symphonie wollte der 22-jährige Komponist aus Salzburg in Paris Staat machen, wickelte daher so manches musikalische Bonbon für den Pariser Geschmack ein, und das Publikum beklatschte denn auch nach Pariser Sitte «schöne Stellen» in den Sätzen – aber für einen dauerhaften Erfolg in Paris hat es dann doch nicht gereicht. Für einen posthumen Welterfolg allerdings schon …

Am Pult der Kammerphilharmonie Graubünden steht der englische Dirigent ­Douglas Bostock, der seit mehr als einem Jahrzehnt als Chefdirigent die Argovia Philharmonic von Erfolg zu Erfolg führt.

Programm

Gabriel Fauré
1845 –1924
«Masques et
Bergamasques» op. 112

Wolfgang A. Mozart
1756 –1791
Konzert für Violine und
Orchester Nr. 3
G-Dur KV 216

Maurice Ravel
1875 –1937
«Le tombeau de Couperin»
(1917/19)

Wolfgang A. Mozart
1756 –1791
Sinfonie Nr. 31 D-Dur
KV 297 «Pariser»