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UR – Was waren das für unschuldige Zeiten, als der Märchendichter Hans Christian Andersen das Schloss der Schneekönigin ersann. Ein Ort im Dauerfrost, wo der Knabe Kay im Auftrag der Königin aus Eisstücken das Wort ‹Ewigkeit› legen musste. Nur 180 Jahre nach der Niederschrift des Märchens ist es mit der Ewigkeit bereits vorbei. Heute verschwinden die Polkappen schneller, als sie erforscht werden können. Grund genug für die Gruppe Far North, nichts Geringeres als die Genesis auf die Bühne bringen, wobei sie in die jüdisch-christliche Erzählung Ideen der altnordischen Mythologie einwebt. Der nach vorne gerichteten Entstehung stellt die Komponistin Anna Thorvaldsdóttir die rückwärts gerichtete Erinnerung gegenüber. Sieben Bilder gehen ineinander über und die Musik ist atmosphärisch. Naturhaft. Mystisch. Klänge entstehen und entschwinden wie Nebelschwaden. Wie leuchtende Kometen ziehen einzelne Töne ihre einsamen Linien. UR ist ein arktisches Opernprojekt der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdóttir, der norwegischen Librettistin Mette Karlsvik, mit drei SängerInnen, einem Schauspieler und dem isländischen Caput-Ensemble in der Regie des international an Theatern inszenierenden Isländer Thorleifur Örn Arnarsson. Der renommierte isländische Nachwuchsdirigent Bjarni Frimann Bjarnason hat die Musikalische Leitung. Inspiriert von der Natur Islands schafft Anna Thorvaldsdóttir sinnliche Klangstrukturen, unverkrampft und verführerisch eigenwillig. UR ist die musikalische Antwort Skandinaviens auf eines der gravierendsten Probleme der Menschheit.