• MEIN NAME SEI GANTENBEIN
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MEIN NAME SEI GANTENBEIN – 50 Jahre nach der Veröffentlichung von MEIN NAME SEI GANTENBEIN hat der tschechische Regisseur Dušan David Pařízek eine Bühnenfassung von Max Frischs Meisterwerk erstellt. Mit kühnen Strichen und ohne falsche Ehrfurcht dampft Pařízek die 91 Gantenbein-Geschichten zu zwei Dutzend Szenen ein. Was bleibt, ist eine durchtriebene Liebeskomödie um die laszive Lila und ihre Verehrer Gantenbein und Enderlin sowie ihren ExGatten Svoboda. Dušan David Pařízek hat keine Angst vor grossen Namen. Der Regisseur kombinierte am Zürcher Schauspielhaus schon munter Goethes ‹Faust› mit Elfriede Jelineks ‹FaustIn und out›, und er entrümpelte am gleichen Ort Schillers ‹Wilhelm Tell› von allem erzeidgenössischen Plunder. Nun also ist Max Frischs letzter Roman an der Reihe. Und einmal mehr zeigt der Regisseur ein glückliches Händchen für Stoffe, von denen es heisst, sie seien schwierig. Die Kritik reagierte auf die Zürcher Uraufführung begeistert:
«Was leicht … zu einer weiteren öden Romanbearbeitung hätte geraten können, ist in Zürich ein intelligentes, traurigkomisches Spiel … Pařízek schneidert Gantenbein völlig um, bis hin zu übermütiger Travestie und purer Körpermusik; aber der Anzug ist jedenfalls nicht von der Stange, und er sitzt wie angegossen.»
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)