• SMATCH 1
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SMATCH 1 – SMATCH ist ein Kunstwort aus den englischen Verben ‹to smash› und ‹to match›. Zertrümmern, zerschlagen, zerschmettern, zusammenhauen und zusammenfügen, angleichen, paaren in einem. Merkwürdig im wahrsten Sinne des Wortes ist der Abend des belgischen Künstlerkollektivs Le Corridor. SMATCH ist ein Laboratorium: Es versetzt uns in einen handwerklichen, theatralen und wissenschaftlichen Versuchsraum, in dem uns die Künstler eine aberwitzige Darbietung über das Tier vorlegen. Sie untersuchen mit Landwirten, Experten in Tierkommunikation, einem Preisträger des ‹Fête du Cochon›, einem Juristen und einer Tier-Philosophin das Tier in seinem Verhältnis zum Menschen. Hündin Noisette vertritt im Ensemble die Interessen der Tiere. SMATCH ist ein beschwingtes, skurriles wie nachdenkliches Dokumentartheater, bei dem sich das Anekdotische mit dem Philosophischen und das Poetische mit dem Politischen verquickt. Nach Auftritten in Belgien und beim renommierten Theaterfestival in Avignon erarbeitet die belgische Regisseurin und Schauspielerin Dominique Roodthooft mit ihrem Künstlerkollektiv Le Corridor, u.a. mit dem Schweizer Komponist und Musiker Peter Kissling, in Kooperation mit dem Theater Chur und dem Theater Baden-Baden eine deutsch-französische Fassung für den deutschsprachigen Raum.

«Ich habe das Wort "create" (erschaffen) jetzt in einem Wörterbuch nachgeschlagen, und dort steht: "bring into existence" (erschaffen, evtl. auch: zum Leben erwecken). Eine Schöpfung (creation) kann eine "Hervorbringung des menschlichen Geistes" sein. (...) Wenn ich von einem schöpferischen Leben spreche, so verstehe ich darunter das Leben eines Menschen, der sich nicht beständig töten oder auslöschen lässt durch Gefügigkeit oder dadurch, dass er auf die andringende Welt reagiert; schöpferisch leben heisst für mich soviel wie: alles jederzeit neu sehen können.»
Donald W. Winnicot