• ORCHIDEE
  • ORCHIDEE
  • ORCHIDEE
ORCHIDEE – Ein Sinnbild für die heutige Zeit sieht Pippo Delbono in der Orchidee, die in ihrer Schönheit und Ambiguität schon von jeher die Menschheit faszinierte. In seinem jüngsten Stück geht der als ‹unkonventioneller Visionär› geschätzte italienische Theatermacher auf die Suche nach Wahrheit und (Selbst-)Täuschung, nach Tod und Vergänglichkeit im Leben wie im Theater. Es war der Tod seiner Mutter, der ihn zu diesem Stück inspirierte, der ihn antrieb, gegen die Leere anzukämpfen. Und so eröffnet sich auf der Bühne eine barocke Vielfalt der Figuren, Bilder, Masken, Musiken und eine wahre Flut der Emotionen. Texte aus dem alltäglichen, privaten und öffentlichen Leben treffe auf Texte von William Shakespeare, Anton Tschechow, Georg Büchner, Jack Kerouac, Peter Weiss und Gabriela Mistral. Gemeinsam beschreiben sie den ‹Zirkus des Lebens›, wie die Zeitung La Repubblica titelte. Der 1959 in dem ligurischen Küsten-
städtchen Varazze geborene Pippo Delbono zählt zu den international erfolgreichsten und vielseitigsten Theater-
machern Italiens, der mit seiner 1980 gegründeten Kompanie Einladungen zu Theatern und Festivals in über 50 Ländern folgte. Bei aller Collagenhaftigkeit gilt ORCHIDEE als eines der formal vollendetsten Stücke Delbonos. Es «entlässt uns am Ende mit dem, was es uns schon zu Beginn zu sagen versuchte: Wir mögen diese Welt nicht, aber es ist die einzige, die wir haben» (Il Manifesto).