• WARTEN AUF DIE BARBAREN
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WARTEN AUF DIE BARBAREN – WARTEN AUF DIE BARBAREN errichtet auf der Bühne des Theater Chur eine Grenzstation aus temporären oder mobilen Behausungen – windschiefe Konstruktionen in einer fiktiven Zone des Übergangs. Inspiration für die begehbare Installation ist der gleichnamige Roman des südafrikanischen Nobelpreisträgers J. M. Coetzee, der in einer unbestimmten Zeit eine kafkaeske Welt entwirft: Eine festungsähnliche Stadt am Rande einer Wüste dient einem nicht benannten Reich als Abwehr gegen eine vermeintliche Bedrohung von aussen – die Anderen, die Fremden, die Barbaren. In der Installation des Zürcher Szenographen und Regisseurs Dominic Huber betreten die ZuschauerInnen jeweils einzeln und aus zwei verschiedenen Richtungen hyperrealistische Räume – einen Warteraum, ein Grenzbüro und eine Wüste – während von draussen das Land der Sehnsucht Geräusche, Wind und Staub durch die Ritzen treibt. Die ZuschauerInnen treffen auf ihrer Reise auf die andere Seite bizarre Bewohner und andere Grenzgänger. Ein feines, undurchschaubares Netz aus Fragestellungen, Perspektivwechseln und Konfrontationen macht die Überschreitung der fiktiven nationalen Grenze zu einer Expedition ins Niemandsland der Identität. «Je weiter man sich in diese Installation hineinbewegt, desto weiter weg rückt der eigene Alltag.» (Migros Magazin)