• DIE JAFFA-ORANGEN DES RICHARD W.
DIE JAFFA-ORANGEN DES RICHARD W. – EIN ISRAELISCHES RHEINGOLD will über Israel erzählen, über die Situation und Gegenwart eines Landes, das zwischen Überlebenskampf und paranoidem Sicherheitssystem, zwischen Lebensgier und Besatzungsmacht, zwischen Zukunftsangst und gewalttätiger Gegenwart zerrissen ist. Israel – die offene Wunde, das Sehnsuchts – oder Hassobjekt für den Rest der Welt.
DIE JAFFA-ORANGEN DES RICHARD W. durchforscht die gesellschaftspolitische Folie und Magie der Opernvorlage ‹Das Rheingold›, mit der Richard Wagner in seiner Tetralogie ‹Der Ring des Nibelungen› die Entstehung von Krieg und Hass aus der Gier nach Macht, Besitz und Territorium thematisiert. Wagner zeigt uns hier eine reiche Gesellschaft, gelähmt von den Konflikten, in denen sie sich verfangen hat, die sich aus Sicherheitswahn vor der Außenwelt verschanzt.
Regisseur Alexander Charim und Komponist Georg Nussbaumer dekonstruieren Wagners Gesamtkunstwerk in einer Art ‹Opern-Übermalung› und erfinden aus den Ruinen ein explizit politisches Musiktheater als grossbürgerliche Gesellschaftskomödie, die dem eigenen Ringen um ein Verhältnis zu Israel zwischen Sehnsucht und Kritik Ausdruck gibt.
Die Rheingold-Vorlage wird zum reichhaltigen Material, Zeitachse und Handlung bleiben als Parameter erhalten. Aus den Innereien der Wagner-Oper entsteht so ein völlig neues Werk: DIE JAFFA-ORANGEN DES RICHARD W. Fünf junge Opernsänger werden begleitet vom mehrfach ausgezeichneten Solistenensemble Kaleidoskop aus Berlin.