THEATER CHUR
WELT IN CHUR
THE PEACE SYNDROME
Ein dokumentarisches Theaterprojekt von Torge Kübler und Ensemble
In Deutsch und Hebräisch mit deutschen Übertiteln

Mit: Yuval Scharf, Natanaël Lienhard, Matthias Rott, Amir Shoresh
Regie: Torge Kübler
Bühne & Kostüme: Harel Luz
Dramaturgie: Jan Linders & Julia Reichert
Künstlerischer Berater: Ariel Nil Levy
Produktionsleitung: Jenny Flügge
Produktion: Theater Heidelberg & Teatron Beit Lessin, Tel Aviv

Im Anschluss an die Vorstellung konnte das Theater Chur kurzfristig das Klezmer-Orchester FREJLACHS aus Czernowitz zu einem Konzert einladen. Das Konzert beginnt um 22 Uhr und alle Interessierten sind herzlich Willkommen. Freier Eintritt
Sa 29. Okt. 2011
Beginn: 20 Uhr
Ort: Theater Chur
Dauer: ca. 60 Min.
Für diese Vorstellung gibt es keinen Online-Ticket-Verkauf. Weitere Infos: +41 (0)81 252 66 44 Mo - Fr 17 - 19 Uhr oder kasse@theaterchur.ch
Preise:
CHF 38.- Vollpreis
CHF 19.- ermässigt
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GRENZENLOSER HIMMEL, UNHEILIGES LAND.
LEBEN AUF EINEM PULVERFASS.
Die Blätter des Textbuchs regnet es aus dem Schnürboden herab. Willkommen in Israel und auf der Westbank. Im Hintergrund ein Wolkenszenarium. Derselbe grenzenlose Himmel spannt sich über Israelis und Palästinenser, über ihren Anspruch auf Heimat und eine, oft genug diametral entgegengesetzte, Vorstellung von Frieden: Eine Israelin, ein israelischer Palästinenser, ein deutscher Jude und sein deutscher Volontärskollege auf Hilfsmission setzen sich vor diesem Himmel auseinander.
Ein klassisches Drama ereignet sich hier und heute im Heiligen Land: Helfer kommen, um Gutes zu tun. Lernen das Land, die Probleme kennen, und engagieren sich voll Eifer, Energie und Enthusiasmus. Irgendwann merken sie, dass sie mit ihrem Tun nur den Status Quo aufrechterhalten und plötzlich wird klar: Nicht die Situation hat man verändert, sondern sich selbst.
Regisseur Torge Kübler und ein Ensemble aus israelischen und deutschen Schauspielern forscht nach der Faszination und den Widersprüchlichkeiten des kulturellen Engagements in einer der komplexesten Krisenregionen der Welt. Mit Ironie und Tempo wird hier ein Patchwork aus Geschichten zwischen Kibbutz, Altersheim, Ramallah und Sperrmauer in ein hochaktuelles politisches Dokumentartheater verdichtet. Dass die Wirksamkeit von Theater gefürchtet wird, dafür steht die Ermordung des palästinensisch-israelischen Theatermachers Juliano Mer-Khamis Anfang April 2011 vor seinem Freedom Theatre im Flüchtlingslager Jenin. Ihm hat Torge Kübler sein Stück gewidmet.