• HOLZSCHOPF UND BETONKLOTZ. Texte und Reden zur Architektur in Graubünden
HOLZSCHOPF UND BETONKLOTZ. Texte und Reden zur Architektur in Graubünden
Lesung / Buchvernissage
Zum Buch

1970 begann Köbi Gantenbeins Lebensfaden als Journalist. Er war 14 Jahre alt und schrieb im «Freien Rätier» jeden Monat eine Seite über Popmusik. Später war er Redaktor der Bündner Zeitung, dann arbeitete er während seines Studiums als Reporter bei Radio DRS. Nächstes Jahr ist er seit dreissig Jahren bei Hochparterre. Als Chefredaktor und Verleger – und als Schreiber. Im Abendrot sitzend schaut er auf 493 Reden, auf zahlreiche Themenhefte von Hochparterre, auf 13 Bücher und auf 2572 Kritiken, Kommentare, Reportagen und Feuilletons in Hochparterre, der Südostschweiz, der Wochenzeitung WoZ und weiteren Zeitungen. Er schreibt und redet über Architektur, Design, Planung, Landschaft, Kulturpolitik und Volksmusik. Er erhielt den Zürcher Journalistenpreis für sein Leben und Werk, die Arbeitsgemeinschaft Berggebiet SAB zeichnete ihn für seine Texte über den Alpenraum aus, die Stadt Zürich gab ihm und Hochparterre den Kunstpreis.

In all den Hochparterre-Jahren befasste sich Köbi Gantenbein mit Graubündens Baukultur, porträtierte deren Architekten, kritisierte Bauten, schrieb gegen Unsinn, der Landschaften zerstört. Für das Buch «Holzschopf und Betonklotz. Texte und Reden zur Architektur in Graubünden» hat er 25 seiner Texte versammelt, überarbeitet, erweitert oder gekürzt und in die Kapitel «Wege», «Leute», und «Orte» geordnet, – drei Kategorien, die sein Schreiben zusammenfassen. Er porträtiert Menschen wie die Architektin Tilla Theus, die Architekten Gion Caminada, Kurt Hauenstein, Robert Obrist, Peter Zumthor und die Dynastie Hartmann, den Ingenieur Christian Menn oder die Fotografen Ralph Feiner und Hans Danuser. Er stellt uns den fantasiereichen Konstrukteur Albi Brun, den Sonnenpolitiker Gallus Cadonau, aber auch seinen Grossvater, den Schreinermeister Jakob Gantenbein I. vor. Köbi Gantenbein trommelt für die Baukultur, vergiesst Tränen über missratene Bauten und zeigt wie kleine, unsinnige Eingriffe Landschaften zerstören.

Das Buch berichtet von der Macht der Bilder am Beispiel der Kapelle Son Bendetg in Sumvitg und wir lernen Domat/Ems, Fläsch, Rofels, Samedan, Safien, St. Antönien und Vals von einer anderen Seite kennen. Im Nachwort schreibt Peter Zumthor: «Wer Graubünden liebt, wer sich mit Köbi Gantenbein an diesem Kanton freut und reibt, liest seine Texte mit Gewinn. Mir sprechen sie aus dem Herzen.»

Zum Autor

Köbi Gantenbein lebt und arbeitet in Zürich und in Fläsch im Kanton Graubünden, wo er aufgewachsen ist. Er ist Chefredaktor und Verleger von «Hochparterre», der Zeitschrift für Architektur und Design. Zudem ist Gantenbein Präsident der Kulturkommission des Kantons Graubünden. Der Zürcher Journalistenpreis, der Kanton Graubünden und die Schweizer Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB haben ihn für sein Leben und Werk ausgezeichnet.