• DIE VIER LETZTEN DINGE
DIE VIER LETZTEN DINGE – Das Junge Theater Graubünden JTG widmet sich mit dem Churer Weltgerichtsspiel (1517) der endzeitlichen Vorstellung eines dem irdischen Dasein übergeordneten, göttlichen Gerichts am Ende aller Tage. Alle Lebenden und Toten, ob gut oder böse, haben sich vor diesem Gericht zu verantworten, das letztlich über die Aufnahme in den Himmel oder die ewige Verdammnis entscheidet. Ein Stoff, der bis in die frühe Neuzeit - und teilweise darüber hinaus - das heilsgeschichtliche Denken der Menschen prägte. Und wie ist es heute, wo kaum noch jemand an ein Jüngstes Gericht glaubt? In einer «gottlosen» Zeit braucht es andere Mechanismen und Mythen, um die Menschen moralisch zu erziehen. Welche das sein könnten, untersuchen die Darstellerinnen und Darsteller des JTG, das zum ersten Mal Jugendliche aus dem Churer Rheintal, aus der Surselva und aus dem Engadin in einer Theaterproduktion zusammenbringt, in ihrer Interpretation des Endgerichts.