• «GIBT’S LÄNDER, VATER, WO NICHT BERGE SIND?»
  • «GIBT’S LÄNDER, VATER, WO NICHT BERGE SIND?»
«GIBT’S LÄNDER, VATER, WO NICHT BERGE SIND?» – Die Zeit schreit nach neuen Ideen. Brauchen wir Veränderungen? Können wir den Prozess der Reformation weiterschreiben? Gibt es neue Ideen? Neue Thesen? Im Zentrum des Projekts steht «Wilhelm Tell» (1545) des Reformators, Arztes und Theatermachers Jakob Ruf. «GIBT'S LÄNDER, VATER, WO NICHT BERGE SIND?» wird gesellschaftliche, politische, religiöse und utopische Ideen spielerisch thematisieren – mit Bündner Amateurinnen und Amateuren, Chorsängerinnen und –sängern unter der Leitung von Heinz Girschweiler in einem musikalischen Gesamtkonzept von Sandro Corbat, dem Bündner Bassbariton Flurin Caduff, der Schauspielerin Miriam Japp und den Schauspielern David Michael Werner und Marcus Signer.

Jakob Ruf war Klosterschüler in Chur, bevor er Stadtarzt in Zürich wurde und in unsicheren Zeiten, geprägt von Religionskriegen, Theaterstücke schrieb und inszenierte. Der renommierte Regisseur Andreas Herrmann, ehemaliger Schauspieldirektor des Theater Luzern und Pfarrerssohn mit Wurzeln in Igis, wird diesen Stoff sowie reformatorische Ideen aus fünf Jahrhunderten in einem Raum aus Licht und Video umsetzen. Literarische Zeugnisse von Figuren der Welt- und Ideengeschichte fordern zum Mitdenken heraus: Einigkeit, Freiheit, GlÜck oder Macht, Reichtum, Terror und Krieg? Mit politischen Utopien der Neuzeit, Kindergeschichten, Liedern und weiteren Texten wird die Inszenierung von Andreas Herrmann Fragen aus 500 Jahren aufwerfen, die uns heute mehr denn je beschäftigen.